Urheberrecht

Entstehung des Urheberrechtes

Ein Werk und dessen urheberrechtlicher Schutz entsteht durch dessen Schöpfung, bei einem Buch oder einer Komposition also durch Niederschrift, bei einem Musikstück oder einem Film durch die Aufnahme, bei einer Statue durch das Bearbeiten des Materials. Notwendig ist nur die „persönliche geistige Schöpfung“, die sog. Schöpfungshöhe. Damit wird auch die sog. „kleine Münze“ erfasst, ein künstlerisches Überragen vergleichbarer Werke ist also nicht erforderlich.

Wichtig: Das Urheberrecht schützt nicht die Idee an sich, sondern nur die Ausführung. Deswegen gibt es keinen Urheberrechtsschutz für Geschäftsideen, die Handlung von Romanen oder die Funktion von Computerprogrammen.


Inhalt des Urheberrechts

Das Urheberrecht schützt zum einen das Urheberpersönlichkeitsrecht des Schöpfers (gegen Entstellung und Verschweigen) und zum anderen die wirtschaftliche Nutzung des Werkes. Die Nutzungsrechte sind im Urheberrechtsgesetz detailliert geregelt, sie erfassen z.B. das Vervielfältigungsrecht, das Verbreitungsrecht oder das Bearbeitungsrecht.


Wirtschaftlicher Nutzen des Urheberrechts

Mit Nutzungsrechtsverträgen (auch Lizenzverträge genannt) lassen sich Urheberrechte wirtschaftlich verwerten. Gesetz und Rechtsprechung regeln hier zahlreiche wichtige Punkte, z.B. die Übertragungszwecklehre (vor 2012 als „Zweckübertragungslehre“ bezeichnet) den Umfang der Nutzung, der „Bestsellerparagraf“ die Beteiligung des Urhebers bei besonders erfolgreichen Werken und das Verlagsrecht die Beziehungen zu Verlagen.

Aufgrund der fehlenden Registereintragung von Urheberrechten und des häufigen Zusammenwirkens mehrerer Urheber (z.B. bei Musikstücken oder Filmaufnahmen) ist der Nachweis der sog. Rechtekette oft sehr aufwändig und bedarf fachkundiger Begleitung.


GEMA & Co. - Rechteverwertung

Ein besonders für Gewerbetreibende schwieriges Thema ist das Recht der Verwertungsgesellschaften. Diese machen gebündelte Rechte der Urheber geltend, z.B. die Geräteabgabe für Kopiermittel oder die Aufführungsrechte. Hotels und Gaststätten werden regelmäßig insbesondere von der GEMA mit erheblichen Forderungen konfrontiert. Für die Urheber stellt sich dagegen umgekehrt die Frage, welche Rechte der GEMA und anderen Verwertungsgesellschaften abgetreten werden sollen, und welche nicht.


Themen im Urheberrecht

  • Werkentstehung (Werkqualität, Schöpfungshöhe, kleine Münze)
  • Urheberpersönlichkeitsrecht (Schutz gegen Entstellung, Werkvernichtung, Urhebernennung)
  • Nutzungsrechte (mechanische Rechte, unbekannte Nutzungsarten, Übertragungszwecklehre)
  • Urhebervertragsrecht (Urheber in Arbeitsverhältnissen, Verträge über unbekannte Nutzungsarten, Bestseller, Übersetzerverträge)
  • Recht der Verwertungsgesellschaften
  • Verlagsrecht
  • Filmrecht
  • Lichtbildschutz (Fotografie)

Kontakt

Kontakt:
Tel: +49 941 780 39-0
Fax: +49 941 780 39-29
Copyright 2015 BLTS Rechtsanwälte · Fachanwälte